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Die Hoffnung stirbt zu letzt!

Immer noch pleite und keinen Job. Das ist wirklich nicht gut.

Am Donnerstag hatte ich schon ein Vorstellungsgespräch sowie am Freitag eine Schulung, die ich aber abgebrochen habe. Es war wieder ein Call Center und um Bestandskunden ging es auch wieder.

Dazu muss ich eine Sache noch eben erklären, damit man die Umstände kennt und versteht, warum ich das Ganze abgebrochen habe.

Die zumeist "guten" Call Center telefonieren ausschließlich "Inbound", d. h. die Kunden rufen im Call Center an, um Hilfe zu bekommen oder Services o. Ä. Die "bösen" Call Center dagegen rufen aktiv die Leute an ("Outbound"), meistens ohne das die Angerufenen einen Schimmer von haben. Bestimmt kennt ihr das, wenn Euch jemand anruft und Euch mit irgendwas dicht labert, von dem Ihr aber nichts wissen wollt. Irgendwelche Pakete oder vielleicht sogar Lotterien, bei denen Ihr angeblich mitgemacht haben sollt.

Bei dem Call Center wo ich eingesetzt werden sollte war es zwar so eine art Zwischending, trotzdem war mein schlechtes Gewissen groß genug, dass ich, nachdem wir einmal alleine gelassen wurden, beschloss meine Gedanken offen zu legen und den Ort wieder zu verlassen.

Es ging um einen Telefondienstleister, der sogenannte Preselection-Tarife anbot. Das bedeutet, das, immer wenn er jemanden anruft, eine Nummer automatisch vorgewählt wird, und dann wird das Gespräch über die Firma abgerechnet. Bei der Telekom hat er zwar noch seinen Anschluss, aber bei dem Dienstleister hätte er eben eine Rechnung mit den Gebühren bekommen. Das Ganz funktionierte nach einem Vertragssystem.

Wir sollten Kunden, die schon einen Vetrag bei uns hatten, anrufen und einen neuen Tarif anbieten. Wir wurden gerade über die Tarife aufgeklärt, als immer mehr schmutzige aber blumig verpackte Einzelheiten gesagt wurden. Z. b. das wir ja nicht unbedingt sagen müssen, dass sich bei einer Änderung der Vertrag automatisch wieder auf 24 Monate verlängert. Dann brauchten wir auch keine Einzelheiten zu dem Vertrag zu sagen, schließlich "... interessiert das die Kunden nicht". Was er nicht weiß, macht ihn nicht heiß.

Als ich schließlich sagte, dass ich nicht mehr mitmache und mir das Ganze unseriös vorkomme, meinte die Trainerin plötzlich, dies sei ja das "...seriöseste Projekt im Ganzen Hause". Die Kunden würden die Einzelheiten nicht wissen wollen, sie bekommen eben nur neue Tarife mit besseren Konditionen. Für mich ist das alles nur der Versuch die Kunden erneut 24 Monate an das Unternehmen zu binden. Wahrscheinlich hat die Trainerin auch wirklich geglaubt, was sie uns da gesagt hat, aber auch bei meinem letzten Job habe ich gelernt, dass man sich von Redensarten eines Arbeitsgebers nicht so überzeugen lassen sollte. Es ist immer, ja IMMER wichtig, das man sich seine eigenen Gedanken macht. Zum Glück habe ich noch dieses Alarmsystem in meinem Kopf, was mich aus solchen Situationen wieder heraus bringt.

Aber auch andere Dinge machten mich nachdenklich. Eine Vollzeit Woche streckte sich auf 43 Stunden, was ich schon krass finde. Mir rauchten schon bei 40 Stunden die Ohren. Dann fing Sie bei den Billigen Tarifen an, zu meinen, das seien die Joker, die sollten wir nicht mehr als 4 am Tag "zum Abschluss" bringen. Also verkaufen. Man bekommt am Anfang des Tages immer eine Liste mit den Zielen, wenn man diese nicht erreicht, bekommt man keine Bonuszahlungen. Hört sich das nur für mich komisch an? In meinem letzten Job habe ich Bonuszahlungen bekommen, wenn ich besonders gut telefoniert habe, und nicht wenn ich irgendwas an irgendwen verkauft habe.

Natürlich ist es auch immer ein bisschen der persönliche Eindruck, wenn man sowas mit macht. Aber dieser innerliche Warnton wurde eben immer lauter, der Kopf ratterte. Ich konnte es drehen wie ich wollte, ich wüsste, es würde nicht gerade toll werden. Für kein Geld der Welt würde ich das lange machen wollen. Und bevor ich eben in diese verwerfliche Maschinerie hereingerate, habe ich die Reißleine gezogen.

Jetzt sitz ich hier immer noch Arbeitslos, und wenn ich nicht bald einen Job finde, wirds richtig eng. Also schreibe ich wie ein wilder Bewerbungen und hoffe, dass ich schnell eine Antwort bekomme. Und bessere Laune.



THE TILL
9.8.09 13:24
 


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