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Mission Unmachbar

Wie ich schon öfters erwähnte, spielen sich sehr merkwürdige Sachen auf meiner Arbeit ab, und nicht alle davon scheinen mit allen Gesetzen, die es da so gibt, vereinbar zu sein.

Mir als Arbeitnehmer stechen Fehler der Geschäftsleitung, die meine Arbeit beeinflussen oder sie gar behindern, natürlich besonders ins Auge. Es ist sehr schwer objektiv bei etwas zu bleiben, was einen Tag für Tag ankotzt. So geht es mir schon eine ganze Weile, und das Problem ist, nachdem sie versucht haben uns das Leben ein bisschen leichter zu machen, machen sie im Moment alles in riesigen Schritten schlechter.

Heute haben unbestätigten Angaben zu folge 2 Mitarbeiter gekündigt und 2 sind gekündigt worden. Bei den 2 gekündigten gab es meiner Meinung nach aufgrund mangelnder Kundenfreundlichkeit auch einen Grund; ob man diesen aber nicht durch einige Chaochings etc. hätte abstellen können, wage ich zu bezweifeln.

Die 2, die gekündigt haben, hatten auch allerhand Grund dazu. Würde ich mit meinen Bewerbungen etwas voran kommen und schon Ergebnisse, wäre ich bei der erstbesten Gelegenheit weg. Ich habe eh geplant mein Studium im Oktober zu beginnen und daher wäre ich eh nicht mehr lange da geblieben. Ehrlich gesagt ist es mir ein Rätsel, wie sich einige Leute es vorstellen können, diese Arbeit ihr restliches Leben machen zu wollen.

Andererseits hatten wir ja auch immerhin den Monat Januar, in dem ich mich wirklich dort wohl gefühlt habe. Es war zwar auch der erste Monat in dem man mir nahe gelegt hat, schneller zu telefonieren, weil ich sonst unter Druck geraten wäre. Aber komischerweise fiel es mir wesentlich leichter das umzusetzen, als ich dachte. Zusätzlich hatte ich auch noch 2 Wochenenden frei, wie uns damals schon im Oktober versprochen wurde, was aber bisher nicht eingehalten wurde.

Nun haben wir bis April einen Schichtplan vorliegen, an dem ich immerhin noch 2 freie Wochenenden habe. Von Acht. Was stimmt daran nicht? Richtig! Das sind nur 2 freie von 8!

Als wir neulich Betriebsversammlung hatten, hat sich einer der Geschäftsführer vor uns gestellt, als einer der Mitarbeiter meines Niveaus die katastrophale Schichtplangestaltung ansprach, zögerte er kurz, redete um den heißen Brei und erzählte uns von einem Beispiel. Es gäbe ein Callcenter, in dem die Mitarbeiter erst am nächsten Tag wissen, wie sie zu arbeiten hätten. Das wären Mitarbeiter, die sich für das Unternehmen opfern würden, wir sollten doch alle an einem Strang ziehen, denn wir arbeiten ja schließlich alle für das gleiche Ziel. Touché.

Natürlich fingen am nächsten Tag die Gespräche und das Geläster an. Man hätte sich auch vor der gesamten Belegschaft mit dem Geschäftsführer auf ein Wortgefecht einlassen können, aber wozu hätte das geführt? Wir haben nun eine Wahlkomission gewählt, die nun bald eine Betriebsratswahl initiiert und vorbereitet. Einige Mitarbeiter haben sich bereits bei Verdi eine Art Mentor geholt, der die Kollegen berät.

Bei den Arbeitsbedingungen wird der neue Betriebsrat eine Menge zu tun haben. Allein schon um die Sachen, die überhaupt nicht anfechtbar für die Geschäftsführung sind, wieder in Ordnung zu bringen. Die strittigen Sachen werden erst richtig die Härte.

Doch hier stehe ich am Scheideweg. Ich werde das Unternehmen sehr bald schon verlassen. Was ich von diesem Job mitgenommen habe, sind verhältnismäßig wenig Auszahlungen, für eine menge Stress, aber auch, und das ist anscheinend eine Weisheit, die universal gilt:

Man muss immer aufstehen, und seine Meinung äußern, besonders wenn die Situation strittig ist. Etwas anzusprechen löst Probleme eher, als sie für sich totzuschweigen.

Das nächste Mal werde ich aufstehen und mich auf das Wortgefecht einlassen, denn das wäre es mir doch wert gewesen. Für ein Ziel zu kämpfen ist OK, allerdings sollten dabei auch alle an einem Strang ziehen, nicht die einen die anderen verhungern lassen. Rien ne va plus!


THE TILL
19.2.10 01:38
 


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sycamoretree / Website (1.3.10 08:54)
Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft hat längst verloren...
Meist trauen sich auch andere, sobald einer aufsteht.
Wenn nicht, sind es Feiglinge, die auf den Scheiterhaufen gehören.

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